10. bis 16. Januar

Ich hatte im Januar letzten Jahres von einem Programm erfahren, bei dem es bis zu 70 % Zuwendungen für Maßnahmen gibt, die für die Schülerbetreuung an Grundschulen eingesetzt werden. Sofort dachte ich damals an die Grundschule in Dittelsheim-Heßloch. Dort findet seit Jahren erfolgreich die Schülerbetreuung bis um 16:00 Uhr statt. Leider gab es dafür keine Räumlichkeiten im Schulgebäude. Die Betreuung erfolgte daher entweder in einem Klassenraum oder in einem Raum im Keller der Grundschule.

 

Ich konnte die Mitglieder des Verbandsgemeinderates davon überzeugen, mithilfe dieses Förderprogramms zwei Räume an die Grundschule in Dittelsheim-Heßloch anzubauen. Der Haken dabei war, das Förderprogramm verlangte einen Abschluss der Maßnahme bis zum 31. Dezember 2021. Dies erschien für ein Bauprojekt in dieser Größe nahezu unmöglich. Wir wagten es trotzdem. Der Verbandsgemeinderat wählte zusammen mit mir das Architekturbüro Deibert aus Osthofen für die Planung und Baubegleitung aus. Darüber hinaus wurde ich umfangreich mit Vollmachten ausgestattet, um die Aufträge an die einzelnen Firmen vergeben zu dürfen.

 

Was kaum einer für möglich gehalten hat wurde erreicht. Zum 31. Dezember war das Bauwerk fertig. Es fehlen nur noch ganz wenige Kleinigkeiten. Und es wurde nicht nur der Termin gehalten. Auch die von Architekt Deibert berechneten Kosten wurden eingehalten. Eine Punktlandung, die ich nicht für möglich gehalten hatte. Ein herzliches Dankeschön an Architekt Deibert und meinen Mitarbeiter Frank Keller, die beide dafür sorgten, dass das Projekt umgesetzt wurde.

 

Ich habe die Schule in der letzten Woche besucht. Das neue Gebäude hat mich überzeugt. Es ist genau so, wie es Herr Deibert und ich im Vorfeld besprochen hatten. Was mir aber auch gefällt, ist die Kunst am Bau. Wir haben uns zusammen mit der Schulleitung für eine Kugelbahn entschieden, die im Schulhof zum Jahresende aufgebaut wurde. Als ich im Schulhof stand, waren noch einige Kinder aus der Schülerbetreuung anwesend. Und sie spielten mit der Kugelbahn, was mich ganz besonders freute und wir zeigt, dass wir hier das richtige Projekt ausgesucht hatten.

3. bis 9. Januar

Manche Wege in den Gemeinden sind geschottert, um sie dauerhaft nutzbar zu machen. So auch in Westhofen. Das Problem bei diesen Schotterwegen liegt darin, dass sich durch Regen immer wieder Pfützen bilden und diese Löcher die Begeh- und Befahrbarkeit stark beeinträchtigen. Zur Reparatur wird oft weiterer Schotter eingebracht. Dadurch werden die Wege immer höher.

 

In dieser Woche war ein Fachmann bei Ortsbürgermeister Fehlinger und mir. Er hat uns ein Verfahren vorgestellt, mit dem man solche Wege dauerhaft auf einfache Art und Weise befestigen kann. Es handelt sich um einen Belag, der Carbonmatten enthält. Der Aufbau ist nur wenige Zentimeter stark und schnell eingebaut. 

 

Die Gremien der Ortsgemeinde Westhofen werden nun darüber sprechen, ein Teilstück eines Weges in diesem Verfahren herzustellen. Im Falle der Umsetzung bin ich gespannt, wie der Weg dann aussieht und ob man ihn wirklich lange Zeit nutzen kann, ohne dass wieder Schlaglöcher entstehen.

27. Dezember bis 2. Januar

Jahreswechsel 2021 - 2022

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

hinter uns liegt kein einfaches Jahr. Dem werden Sie mir wohl alle zustimmen. Wir gehen nun ins dritte Pandemiejahr und nicht nur diese Tatsache hat uns im vergangenen Jahr auf Trab gehalten. Da waren die Diskussionen um die Freiheitseinschränkungen während der Lockdowns und um die angemessene Bekämpfung der Pandemie. Aber auch das Ringen um das Erreichen der Klimaziele beschäftigte nicht nur die bundesweite Politik, sondern auch uns hier vor Ort. Der letzte Sommer war zwar nicht so heiß wie die vergangenen, wir hatten in Deutschland endlich wieder ergiebige Regentage, jedoch arteten die Regenfälle in manchen Regionen in Hochwasserkrisen aus. Das Klimathema steht also weiterhin auf der Agenda.

 

Ganz gleich, ob strenge Hitze oder Flutkatastrophen – das Wetter wird extremer und die Zusammenhänge mit dem Klimawandel liegen auf der Hand. Auch wenn wir hier in der Verbandsgemeinde Wonnegau nicht direkt von der Flutkatastrophe im Juli betroffen waren, so rütteln uns die Bilder doch wach. Denn in den Jahren zuvor gab es auch in unserer Region extreme Regenereignisse. Die Vorfälle wiederholen sich in immer enger werdenden Intervallen. Und dabei wird eine Frage immer dringender: Wie können wir unsere Gemeinden auf eine mögliche Überflutung vorbereiten? Ich hoffe, das von uns beauftragte und inzwischen vorliegende Hochwasserschutzkonzept wird eine Richtschnur für die Maßnahmen, die durch die Ortsgemeinden und die Verbandsgemeinde, zum Teil auch durch übergeordnete Stellen, in nächster Zeit angegangen werden. Das Konzept wird zurzeit in den Räten vorgestellt und einige der Vorschläge sind bereits umgesetzt.

 

Und längerfristig sind die Klimaziele konkret anzupacken. Stichworte sind hier der Ausbau der Elektromobilität, die breitere Nutzung von Ökostrom und regenerativen Energiequellen sowie energetisches Bauen. Demnächst wird das Team der Verwaltung um eine Person verstärkt, die sich dem Klimaschutz ganz konkret annimmt. Die ersten Aufgaben werden die Erfassung des Istzustandes und die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes sein. Der weitere Ausbau der Windenergienutzung und die Bereitstellung von Flächen für Photovoltaik sind ebenfalls Punkte, mit denen sich zurzeit die Politik im Bund, Land und auf kommunaler Ebene befasst. Sehr wahrscheinlich wird der Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Wonnegau im Verlauf des Jahres wegen dieser Themen in ein Änderungsverfahren gehen.

 

Leider komme ich um das Thema Corona weiter nicht herum. Das letzte Jahr stand in der Hoffnung, dass wir durch die bundesweite Impfkampagne eine Herdenimmunität erreichen und sich die Infektionszahlen dadurch erheblich reduzieren können. Es gibt immer noch einige Menschen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht impfen lassen wollen und es auch weiter Varianten des Virus gibt, aktuell gerade Omikron, die uns dem Ziel, die Pandemie in den Griff zu bekommen, nicht näherbringen. Zurzeit gibt es bei uns ein breites Angebot an Teststellen und das Impfangebot ist auch ganz ordentlich. Ich denke, jeder der sich impfen lassen möchte, bekommt dazu auch die Gelegenheit.

 

Neben diesen Themen stehen natürlich noch zahlreiche andere Punkte auf unserer kommunalpolitischen Agenda für das neue Jahr. Zu nennen sind die Schulen. Unsere Schülerinnen und Schüler haben bisher besonders unter der Pandemie gelitten. Der Ausfall des Präsenzunterrichts über Wochen und Monate hat seine Spuren hinterlassen und auch gezeigt, dass unsere Schulen hier in der Verbandsgemeinde Wonnegau einen Aufholbedarf hatten, was die Ausstattung an digitalen Geräten betrifft. Hier wurde im letzten Jahr schon einiges getan. Aber auch in 2022 wird ein großes Augenmerk weiter auf den Schulen liegen. Wir möchten von kommunaler Seite alles unternehmen, damit die Schülerinnen und Schüler allmählich wieder in den normalen Lernbetrieb übergehen können und die optimalen Voraussetzungen fürs Lernen erhalten. Das wird sicherlich weiter viel Geld kosten. Es ist es uns aber wert. Nicht nur die Digitalisierung steht bei den Schulen auf der Agenda. Wir investieren weiter in die Gebäude. So freut es mich, dass es im letzten Jahr an der Grundschule in Dittelsheim-Heßloch gelungen ist, innerhalb von 9 Monaten einen Anbau an das Schulgebäude zu setzen, der vorwiegend der Schülerbetreuung zugutekommen soll. Denn auch dies ist ein wichtiges Thema: die Betreuung der Schulkinder vor und nach dem Unterricht. Unsere Angebote in diesem Bereich werden sehr gut angenommen. Die Schulen in Osthofen und Westhofen sind Ganztagsschulen. In Dittelsheim-Heßloch gibt es eine Betreuung bis um 16.00 Uhr, in Bechtheim und Gundersheim bis um 15.00 Uhr. An allen Schulen wird ein Mittagessen angeboten.

 

Das größte Schulprojekt aber ist der Bau einer neuen Grundschule mit Sporthalle in Osthofen. Leider geht das nicht so schnell wie der Anbau an der Schule in Dittelsheim-Heßloch. Hier geht es aber um ein erheblich größeres Vorhaben. Eine Schule mit 20 Klassenräumen und einer großen Sporthalle erfordern eine intensive Planung. Denn die zuvor genannten Dinge, wie die Digitalisierung und auch der Klimaschutz, werden bei den beiden Gebäuden berücksichtigt. Als Beispiele möchte ich eine Dachbegrünung oder den Einbau einer Lüftungsanlage nennen. Im Januar legen das Architekturbüro und die Fachplaner die Kostenberechnungen vor. Damit ist die Planungsphase abgeschlossen. Als nächstes ist dann der Bauantrag auf den Weg zu bringen und die Förderanträge bei den zuständigen Stellen vorzulegen.

 

So wie sich die Verbandsgemeinde um die Schulen kümmert, tun dies die Ortsgemeinden um die Kindertagesstätten. Auch hier wird sehr viel Geld investiert, um für unsere Kleinsten möglichst ideale Bedingungen zu schaffen, damit sie den Tag in einer solchen Einrichtung verbringen können. Ziel ist es hier, den bestehenden großen Bedarf an Kita-Plätzen so schnell es geht zu schaffen. Ebenfalls eine Mammutaufgabe, der sich aber alle Gemeinden stellen.

 

Auch im Brandschutz gibt es immer etwas zu tun. Im letzten Jahr wurden 3 neue Feuerwehrautos gekauft. Das Fahrzeugbeschaffungskonzept wird zurzeit gerade fortgeschrieben. In die Feuerwehrhäuser wird regelmäßig investiert. Es gibt sowohl kleine Maßnahmen, wie der erfolgte Neuanstrich des Feuerwehrhauses in Bermersheim, als auch größere Projekte, wie das neue Feuerwehrhaus in der ehemaligen Winzerhalle in Bechtheim, das leider immer noch nicht benutzbar ist, weil ein Rechtsstreit den Abschluss der Arbeiten verzögert. Ein großer Dank geht an die vielen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden für ihr großes ehrenamtliches Engagement. In 2021 haben sie zusätzlich über viele Monate eine Corona-Schnellteststation in Bechtheim betrieben und tun dies aufgrund der aktuellen Situation auch gerade wieder.

 

Erwähnen möchte ich in meinen Ausführungen, die sicherlich nicht abschließend sind, ein leidiges Thema: die Breitbandversorgung. Viele von Ihnen warten seit Monaten auf das „schnelle Internet“. Zahlreiche Straßen wurden geöffnet und die Glasfaserkabel darin verlegt. Seit einiger Zeit aber stocken die Arbeiten. Die Kreisverwaltung als zuständige Stelle arbeitet mit Unterstützung der Verbandsgemeindeverwaltung und der Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern an einer Lösung, die hoffentlich bald kommt.

 

Abgeschlossen sind die Arbeiten aber noch nicht. In einem ersten Schritt wurde das Glasfaser in die Gemeinden verlegt. Einige Häuser haben das Privileg, direkt einen solchen Anschluss zu erhalten. Nunmehr gibt es Firmen, die einen Glasfaseranschluss in jedes Haus legen möchten. Alle Räte sind sich einig, dass dieses Angebot angenommen wird, denn schnelles Internet gehört inzwischen für die allermeisten Menschen zum Alltag. Es wird nicht nur zur Freizeitgestaltung benötigt, sondern gerade in zunehmenden Homeoffice-Zeiten für Konferenzen und jegliche Arbeit von zu Hause. Ich bitte hier noch um etwas Geduld. Nach meiner Einschätzung werden die zurzeit noch nicht abgeschlossen Arbeiten alsbald erledigt sein und die neuen Bauarbeiten eventuell schon bald starten.

 

Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir haben keine leichte Zeit hinter uns liegen; mit vielen Auswirkungen werden wir auch in diesem Jahr zu kämpfen haben. Ich wünsche uns allen, dass wir allmählich im neuen Jahr wieder festeren Boden unter die Füße bekommen und das berühmte Licht am Ende des Tunnels sehen.

 

Zum Abschluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gutes neues Jahr. Bleiben oder werden Sie gesund und seien Sie weiterhin zuversichtlich.

 

Ihr

Walter Wagner

Bürgermeister

20. bis 26. Dezember

Mein Wahlmobil ist einsatzbereit. Ein schwarzer Opel Zafira wird mich in den kommenden Wochen begleiten. Er wurde von einer Fachfirma beklebt und dient mir sowohl als Werbeträger als auch als Tansportmittel. Vielleicht sehen Sie ihn demnächst auf den Straßen in Ihrer Gemeinde. Machen Sie ein Bild mit dem Auto und leiten Sie es mir zu. Ich freue mich auf Ihre Mail.

 

 

Walter Wagner 

Telefon:

06244/5329

 

E-Mail:

familie.walter.wagner@t-online.de

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